Was ist die Goldimplantation

nach Dr. Kjerkegaard®?

 

 

Die Goldimplantation ist ein vielversprechendes, alternatives Verfahren zur Behandlung schmerzender Gelenke.  Hierbei wird 24karätiges Feingold gelenknah implantiert. Eine wissenschaftliche Anerkennung steht derzeit noch aus. Die Methode wurde 1996 unter anderem vom dänischen Arzt Dr. Hans Kjerkegaard aus der Tiermedizin übernommen und von ihm erstmals am Menschen angewendet, bisher ca. 9000 mal. Grundsätzlich sind Wirkungsnachweise am Tier nicht auf Menschen übertragbar: dennoch hat er hierzu 2010 eine randomisierte, doppelblind kontrollierte Studie mit erfreulichen Ergebnissen veröffentlicht, siehe "Links". Ferner gibt es eine Pilotsudie zur Schmerzbehandlung am Knie, die ebenfalls  vielversprechende Resultate zeigt. Bei beiden Studien reichen leider die Fallzahlen nicht aus, um daraus allgemein gültige Aussagen ableiten zu können.

 

Gelenkschmerzen entstehen oft durch Abnutzung der Gelenkknorpelflächen, diese Abnutzung kann durch Unfallschäden, Gelenkfehlstellungen, Entzündungen, oder auch ohne erkennbare Ursache im Laufe des Lebens auftreten. Oft merken die Betroffenen auch nichts von der Knorpelabnutzung. Wenn irgendwann Schmerzen und/oder Schwellungen des betreffenden Gelenkes auftreten, gibt es zahlreiche, schulmedizinisch anerkannte Behandlungsmethoden wie z.B.:

  • Krankengymnastische Übungsbehandlung zur Muskelkräftigung

  • Ernährungsumstellung

  • physikalische Therapie, z.B. Bestrahlung

  • orthopädisch-technische  Maßnahmen, z.B. Bandagen, Korsetts

  • medikamentöse Schmerztherapie, allgemein und lokal, z.B. Tabletteneinnahme, Spritzen ins Gelenk

Am Ende der Behandlungsmöglichkeiten steht bei fortbestehenden Beschwerden oft die operative Behandlung des betroffenen Gelenkes, z.B. durch arthroskopische Eingriffe oder Gelenkersatz.  Nicht alle Patienten möchten eine GelenkOP:

  • zu junges Patientenalter, nicht alle Gelenke lassen sich problemlos und beliebig oft ersetzen

  • zu hohes  Patientenalter mit entsprechendem Risikoprofil

  • Beschwerdebilder trotz relativ gut erhaltenener Gelenke

  • Infektionen in anderen Körperregionen lassen keinen Gelenkersatz zu

  • Übergewicht kann die Erfolgsaussichten eines Gelenkersatzes beeinträchtigen

Für solche Patienten kann die Goldimplantation eine geeignete Alternative sein, ebenso profitieren diejenigen  Patienten, die z.B. Schmerzmittel oder andere medikamentöse Therapien nicht gut vertragen.

 

Ich weise nochmals darauf hin, dass die Goldimplantation bisher wissenschaftlich nicht anerkannt ist und ein 100%iger Erfolg nicht erwartet werden darf.

 

Die Golddrähte werden aussen an die Gelenkkapsel platziert, verbleiben dort und wandern nicht. Da es keine Gelenkoperation im herkömmlichen Sinne ist, gehören Nachoperationen oder Antibiotikatherapie nicht zum Therapiekonzept der Goldimplantation. Allergien auf reines Gold sind nicht bekannt.

Nach dem Eingriff werden die Punktionsstellen mit Pflasterstreifen versorgt.

Sie können sich danach normal bewegen und belasten, nach Rückgang der lokalen Betäubung können vorübergehend Schmerzen im Punktionsbereich auftreten, auch umschriebene Blutergüsse sind möglich. Eine kurzzeitige Schmerzmitteleinnahme deswegen ist in Ordnung.

Einzige Einschränkung ist das Autofahren sofort nach dem Eingriff: nach einer Lokalanästhesie können Schwindelgefühle auftreten, bitte lassen Sie sich abholen und nach Hause begleiten.

 

Wie funktioniert das?

 

Nach lokaler Betäubung werden ca. 1-2mm lange Segmente 24-karätigen Golddrahtes durch eine Hohlnadel rund um das Gelenk eingebracht. Die Stücke liegen aussen an der Gelenkkapsel, nicht im Gelenk. Die Anzahl schwankt je nach behandeltem Gelenk zwischen 2 und 50 Stück, hier links im Röntgenbild sehen Sie die ungefähre Verteilung.

 

Wobei funktioniert das?

 

Grundsätzlich bei allen degenerativen, traumatischen oder entzündlichen Gelenkveränderungen, z.B. an:

  • Knie
  • Hüfte
  • Finger, Zehen
  • Rücken (HWS, BWS, LWS)
  • Schultergelenk
  • Fußgelenk
  • Migräne, die durch HWS-Veränderungen ausgelöst wird

Die Behandlung ist oft gefolgt von einer allgemeinen Zunahme der Beweglichkeit und einem beobachteten Rückgang einer evtl. vorhandenen Schwellung, die Lebensqualität steigt. Eine Knorpelabnutzung am Gelenk ist naturgemäß durch die Goldimplantation nicht rückgängig zu machen.

 

 

Warum funktioniert das?

 

Gold hat in der Rheumatologie als chemische Verbindung bereits eine lange Tradition als Medikament, die jedoch leider teilweise erhebliche Nebenwirkungen haben. Die lokale Einbringung von reinem Gold ist nebenwirkungsfrei und scheint das Immunsystem zu beeinflussen: nach einer in-vivo Grundlagenstudie des Forscherteams um Prof. Gorm Danscher der Universität Aarhus von 2008 verhindert Gold, dass aus den Immunzellen ein Protein austritt, welches die Entzündungsreaktion mit auslöst. Ferner konnten sie  Goldionen in Mastzellen (Immunzellen) und Makrophagen (Fresszellen) nachweisen. Ein abschliessender, hieb-und stichfester Wirkungsnachweis fehlt bisher, sodass die Goldimplantation weiterhin eine alternativmedizinische Behandlungsmethode darstellt.

Siehe hierzu wissenschaftliche Studien unter "Links".

 

Wieviel kostet das?

 

Die gesetzlichen Kassen übernehmen die Behandlungskosten wegen der fehlenden wissenschaftlichen Anerkennung nicht. Private Versicherungen beteiligen sich manchmal anteilig, wenn Sie die Rechnung einreichen. Die Leistung ist individuell und richtet sich nach Umfang und Dauer der Behandlung, die zwischen 60 und 90 Minuten liegt. Sie erhalten sofort eine detaillierte Rechnung nach der GOÄ und zahlen in der Praxis mit Euro-Card/Maestro. Kreditkarten sind nicht akzeptiert. Für genaue Preisinformationen rufen Sie mich bitte an. Kostenvoranschläge wurden von den Kassen bisher abschlägig beschieden, weswegen ich Sie um Verständnis bitte, dass ich diese aus Zeitgründen nicht erstelle.

 

Wie geht es weiter?

 

In den meisten Fällen spüren die Patienten nach dem Eingriff ein Spannungsgefühl oder einen Wundschmerz, der unter anderem von der Anzahl der Stichkanäle und evtl. begleitenden Blutergüssen abhängt. Diese Beschwerden sind nach spätestens 14 Tagen verschwunden. Der Wirkungseintritt des Goldes ist individuell recht unterschiedlich, der Effekt kann sofort nach dem Eingriff eintreten oder im Laufe der folgenden Wochen und Monate.

 

Die Goldimplantation wird erst über einen relativ kurzen Beobachtungszeitraum (ca. 20 Jahre) am Menschen angewendet. Aus bisherigen Erfahrungsberichten behandelter Patienten lässt sich sagen, dass der positive Effekt über mehrere Jahre andauert.

Ich bitte Sie, mich nach 3 Monaten anzurufen, um zu erfahren, wie es Ihnen geht.

 

Datum der letzten Aktualisierung: 06.10.2017

 
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